Garnelen-Aquarium: Welche Garnelenart soll es sein?

Garnelen Aquarium

Garnelen im Aquarium – jede Art fasziniert auf ihre Weise. Allerdings sollte man vor der Anschaffung sicherstellen, dass das heimische Aquarium als zukünftiger Lebensraum optimal auf die Besonderheiten der kleinen Wasserbewohner abgestimmt ist. Genaue Kenntnis hilft, sich für die passende Art zu entscheiden, denn nicht jede Kombination aus Garnelen und Fischen funktioniert. So kann es schnell vorkommen, dass die Tierchen unter starkem Stress leiden, sich verstecken oder gegenseitig auffressen.

Friedlich und gesellig – Zwerggarnelen

Caridina und Neocaridina gehören zu den bekanntesten Gattungen der Zwerggarnelen. Auch die größten Exemplare dieser beiden Arten erreichen nur eine maximale Körperlänge von vier bis fünf Zentimetern. Untereinander verhalten sich diese Garnelen friedlich und gesellig. Allerdings benötigen die Zwerge eine gewisse Umgebungsruhe, um sich wohl zu fühlen. Große Fische als Mitbewohner und Hektik im Becken irritieren die friedfertigen Garnelen. Flucht ist ihre Verteidigung. Bei zu viel Unruhe neigen sie dazu, sich in den Schutz der Bepflanzung zurückzuziehen. Finden die kleinen Garnelen die von ihnen bevorzugte ruhige Umgebung vor, so sind sie emsig auf der Suche nach Fressbarem und beseitigen dabei auch gleich den anfallenden organischen Abfall im Becken. Unermüdlich weiden sie Holz, Steine und Innenwände ab. Als friedliche Algenvertilger lassen sie sich gern dabei beobachten.

Spezialisierte Strömungsfreunde – Fächergarnelen

Fächergarnelen sind auch unter dem Namen Radargarnelen bekannt. Sie sind enge Verwandte der Zwerggarnelen. Anders als die kleineren Zwerggarnelen sind Radargarnelen allerdings an die Lebensweise in fließendem Wasser angepasst. Ihren Namen verdanken die Garnelen dem Aussehen ihrer ersten beiden Schreitbeinpaare. Diese sind zu fächerartigen Fangapparaten ausgebildet. In abgespreiztem Zustand filtern die Garnelen damit kleinste Nahrungspartikel aus dem Fließwasser, während sie sich mit den restlichen Schreitbeinen sicher am Boden halten. Bevorzugte Nahrung der Fächergarnelen sind Algenpartikel, Mückenlarven, Cyclops und Daphnien.

Geschickte Räuber für das Artbecken: Großarmgarnelen

Unter den Großarmgarnelen finden sich viele räuberische Arten. Zu erkennen sind diese schon äußerlich an ihren “Jagdwaffen”: Die beiden vorderen Schreitbeinpaare sind mit Scheren versehen. Mit ihnen werden Fische und Schnecken erbeutet und vertilgt. Für ein Gesellschaftsaquarium sind diese flinken Beutegreifer nicht geeignet. Die separierte Haltung eines einzelnen Männchens mit mehreren Weibchen ist hier angebrachter. Auch dulden die männlichen Garnelen keine Konkurrenz. Schwächere Männchen werden unterdrückt und somit meist auch am Wachstum gehindert.

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